Die Erneuerung betrifft auch die vielen kirchlichen Gebäude in Hamburg-Ost. Wir loten aus, welche gemeindlichen Flächen heutige und zukünftige Bedarfe am besten abdecken. Die aktuelle Gebäudeanzahl ist zu hoch, denn der Bestand wurde für eine Kirchenmitgliedschaft von rund 70 Prozent errichtet.
Klar ist deshalb: Wir werden uns auch von Gebäuden trennen müssen. Der Abschied von vertrauten Orten ist für viele Menschen oft sehr schwer. Allerdings überfordern die vielen, oft sanierungsbedürftigen Gebäude unsere Gemeinden personell und finanziell.
Trotzdem werden die Kirchengemeinden in Hamburg auch in Zukunft in Hamburg und Umgebung lebendige Arbeit an vielen Orten machen. Das Ziel könnte man so formulieren: “Gebäude reduzieren, damit Gemeinde bleibt”. Wir wollen in Orte mit Zukunft investieren. Für die kirchlichen Standorte soll die jeweils beste Lösung gefunden werden.
Zum Hintergrund: Etwa die Hälfte der rund 150 Kirchen unseres Kirchenkreises wurde in einem Zeitraum von über 800 Jahren errichtet. Die andere Hälfte wurde fast zeitgleich in nur 5 Jahrzehnten, insbesondere während des kirchlichen Baubooms der 50er und 60er Jahre, gebaut, und nun werden viele von ihnen auch gleichzeitige sanierungsbedürftig. Alle Gebäude zu erhalten, ist finanziell nicht möglich – und die uns anvertrauten Kirchensteuern sind nicht für Steine, sondern für Menschen da.